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ÜBER BRIDGES

Unsere Mission

BRIDGES richtet sich an Newcomer:innen zwischen 18 und 25 Jahren, die bei Universal Music Deutschland unter Vertrag stehen (ausgenommen reine Vertriebsdeals). In dieser frühen Karrierephase ist vieles offen: berufliche Entwicklungen und intensive persönliche Veränderungen. Studien und der alltägliche Austausch mit den Künstler:innen zeigen, dass hier Bedarf besteht, der bislang nur selten systematisch adressiert wurde. BRIDGES schafft dafür einen klaren Rahmen – mit praxisnaher Unterstützung, relevanten Inhalten und einem Ansatz, der konsequent auf die Lebens- und Arbeitsrealität von Künstler:innen ausgerichtet ist.

 

Organisation

BRIDGES ist ein verlässliches Angebot, das über einen definierten Zeitraum hinweg kontinuierlich zur Verfügung steht – unabhängig von Einzelinitiativen oder akuten Krisen.

Sollte es zusätzlichen Bedarf an Hilfe oder fachlicher Beratung geben, informieren die Psycholog:innen in einem zusätzlichen Clearing-Gespräch über entsprechende Möglichkeiten und Anlaufstellen.

BRIDGES endet nicht mit dem letzten Modul. Auch nach Abschluss des Programms behalten die Künstler:innen Zugang zur BRIDGES-Area.

Wer wir sind

BRIDGES ist eine Initiative von Universal Music Deutschland. Sie entstand aus der Beobachtung, dass junge Künstler:innen heute mit einer Vielzahl neuer Anforderungen konfrontiert sind, für die es bislang nur wenige strukturierte Unterstützungsangebote gibt. Gerade in dieser Phase fehlt häufig ein verlässlicher Rahmen, der Orientierung bietet und wichtige Kompetenzen nachhaltig stärkt.

 

BRIDGES als Teil der CSR-Strategie

BRIDGES versteht gesellschaftliche und unternehmerische Verantwortung nicht als Einzelmaßnahme, sondern als langfristige Aufgabe. Ziel ist es, Verantwortung in konkrete Strukturen zu übersetzen, bestehende Prozesse sinnvoll zu ergänzen und Unterstützung dort anzubieten, wo sie im Künstleralltag tatsächlich benötigt wird.

Gleichzeitig ist BRIDGES konsequent an den Realitäten der Musikbranche ausgerichtet und auf die spezifischen Anforderungen junger Künstler:innen zugeschnitten.
Die entwickelten Inhalte und das Konzept werden öffentlich zugänglich gemacht, um Impulse für die gesamte Branche zu setzen, den fachlichen Austausch zu fördern und bestehendes Wissen einer breiteren Nutzung verfügbar zu machen.

Entwicklung & Arbeitsgruppe

 

BRIDGES wurde in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe entwickelt, die unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt hat.

Initiiert wurde das Projekt von Nilgün Öz (Senior Director Corporate Social Responsibility & Event Services), die es strategisch verankert und aus einer klaren unternehmerischen Verantwortung heraus angestoßen hat – verbunden mit der Frage, wie Unterstützung sinnvoll gestaltet werden kann, ohne zu übersteuern oder bevormundend zu wirken.

Die Projektkoordination lag bei Sven „Huge“ Bähr (Coach, Mediator und Wildnispädagoge), der den Prozess begleitet und durch seine externe Perspektive Impulse aus der Persönlichkeitsentwicklung eingebracht hat.

Das Konzept und der Aufbau des Programms sowie die zentralen Inhalte, Methoden und Werkzeuge wurden von Dipl.-Psych. Anne Löhr (Psychologin, systemische Therapeutin, Coach) entwickelt und ausgearbeitet. Grundlage waren ihre langjährige Berufserfahrung in der Arbeit mit Artists und Teams in der Musikbranche sowie die gemeinsame BRIDGES-Gruppenarbeit.

Teil der Arbeitsgruppe waren zudem:

Gina Schönemann (Project Coordination Manager, Vertigo), die sich bereits in ihrer Bachelorarbeit mit dem Thema Mental Health in der Musikindustrie beschäftigt hat und die Projektkoordination mitverantwortet hat.

Louise Eichinger (Project Coordination Manager, Urban), die aufgrund ihres Psychologiestudiums die fachliche Entwicklung des Programms unterstützt und die Ausarbeitung der Inhalte sowie die redaktionelle Gestaltung begleitet hat.

Luisa Engelhardt (Product Manager, Polydor), die ihre langjährige Erfahrung in der direkten Zusammenarbeit mit Künstler:innen eingebracht und dazu beigetragen hat, die Inhalte an den tatsächlichen Herausforderungen des Künstleralltags auszurichten.

Die Perspektive von Künstler:innen wurde zusätzlich durch Felix Jaehn (DJ und Produzent:in) integriert.

Foto v.l.n.r.: Gina, Luisa, Louise, Anne, Huge, Nilgün

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Kernthemen von Bridges
und psychologische Grundlagen

 

Das BRIDGES-Programm versteht sich als präventives und begleitendes Unterstützungsangebot für Newcomer:innen in der Musikbranche. Im Mittelpunkt stehen die Förderung psychischer Gesundheit, die Stärkung persönlicher Ressourcen und die Entwicklung nachhaltiger Strategien für den Umgang mit den Herausforderungen der Künstler:innen. Bei weitergehendem Bedarf werden die Teilnehmenden dabei unterstützt, passende externe Hilfs- und Unterstützungsangebote zu finden.

Die psychologische Konzeption des Programms basiert auf dem Resilienzkonzept. Resilienz wird dabei als lebenslanger Entwicklungsprozess verstanden, der Menschen dabei unterstützt, Belastungen und herausfordernde Lebensphasen konstruktiv zu bewältigen.

Zusätzlich werden in drei Trainingsmodulen zentrale Herausforderungen der Newcomer:innen aufgegriffen, die insbesondere im Labelkontext relevant sind. Diese werden gesondert beschrieben und den Resilienzfaktoren zugeordnet. Darüber hinaus werden sie in einem „Deep Dive" anhand ausgewählter Modelle vertieft beleuchtet und auf die Praxis übertragen.

Die im Programm vermittelten Kompetenzen und Strategien können auch über die Programmlaufzeit hinaus immer wieder genutzt und weiterentwickelt werden. Im Zentrum stehen Selbstbestimmung, Autonomie und die Stärkung der eigenen Handlungsfähigkeit.

Methodisch verbindet das Programm systemische und verhaltenstherapeutische Ansätze. Die Arbeit ist ressourcen- und lösungsorientiert und knüpft eng an das aktuelle Erleben der Teilnehmenden an. Dabei werden sowohl individuelle
Stärken und Bewältigungsstrategien als auch die Bedeutung von Beziehungen, Netzwerken und dem jeweiligen Lebensumfeld berücksichtigt. Die psychologischen Inhalte orientieren sich an etablierten Resilienzmodellen sowie an Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie und der langjährigen psychologischen Arbeit mit jungen Künstler:innen.

Kooperation mit Psycholog:innen

 

Das BRIDGES-Programm wird in Zusammenarbeit mit einem Pool erfahrener externer Psycholog:innen durchgeführt. Sie verfügen über fundierte Fachkenntnisse sowie praktische Erfahrung in der klinisch-psychologischen Beratung und/oder psychologischen Psychotherapie mit Musiker:innen.

Im Mittelpunkt der Beratung und Begleitung stehen entsprechend des Gesamtkonzeptes die Stärkung der Resilienz, die Reflexion aktueller Erfahrungen und Fragestellungen und der selbstbestimmte und konstruktive Umgang mit beruflichen und persönlichen Herausforderungen und Belastungen. Darüber hinaus unterstützen die Psycholog:innen dabei, die im BRIDGES Programm enthaltenen Themen und Inhalte, die Methoden und praktischen Tools in den Arbeits- und Lebensalltag der Artists zu integrieren. So entsteht ein geschützter Raum für persönliche Entwicklung, nachhaltige Selbstfürsorge und die Stärkung der eigenen Ressourcen.

Die Gespräche finden regelmäßig und in einem vertraulichen Rahmen statt. Vertraulichkeit bedeutet dabei, dass sämtliche Inhalte der Sitzungen nicht an Dritte oder an Universal Music weitergegeben werden.

Zu Beginn des Programms wird jede:r Artist einer festen Psychologin bzw. einem festen Psychologen zugeordnet, mit der bzw. dem er das gesamte Programm über kontinuierlich zusammenarbeitet. Diese Kontinuität ermöglicht eine tiefere, vertrauensvolle und nachhaltige Bearbeitung individueller Themen. Entsprechend ihrer fachlichen Qualifikation können die Psycholog:innen darüber hinaus weitergehende Bedarfe frühzeitig erkennen. Im Rahmen eines Clearings werden bei Bedarf Informationen sowie weiterführende Unterstützungsangebote besprochen und vermittelt.

Zur Qualitätssicherung finden regelmäßig fachliche Supervisionen und Intervisionen im psychologischen Team statt.

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